Das Integrationshaus CASA COLONIA

Hofansicht des Siegermodells der Architektin Moelleken von der TH Köln für das Integrationshaus CASA COLONIA, 2016, Foto: Anatoliy Stepanko
Hofansicht des Siegermodells der Architektin Moelleken von der TH Köln für das Integrationshaus CASA COLONIA, 2016, Foto: Anatoliy Stepanko

Integrationsprojekt Wohnen

Wir planen den Neubau oder die Modernisierung einer Bestandsimmobilie in Köln. Hier sollen wohnfähige wohnungslose Menschen gemeinsam mit Studenten und Künstlern unter einem Dach leben. Dies geht nur in einem öffentlich geförderten Haus. Wir sammeln für CASA COLONIA bereits seit 2013 Eigenkapital. Erforderlich sind 20 Prozent von kalkulierten 3 Mio. Euro. Eigenkapitalstand Oktober 2018: 435.000 €. Benötigt werden mindestens noch 165.000 € plus die Investition in die Ausstattung und Möblierung.

Die sechzehn möblierten Apartments bieten ehemals wohnungslosen Menschen eine Perspektive auf ein Leben in den eigenen vier Wänden. Wer im CASA COLONIA leben möchte, muss die Bereitschaft mitbringen, wieder sesshaft zu werden. Dabei unterstützen wir sie: Das Integrationshaus wird sozial begleitet durch unseren Kooperationspartner, den Johannesbund in Köln. Im Johanneshaus in der Annostraße 11 leben zurzeit über 130 Wohnungslose in einer Notaufnahme. Diejenigen, die ihre Lebenskrise überwunden haben, wünschen sich eine bezahlbare Wohnung in einer menschenwürdigen Umgebung. Solche Wohnungen wird CASA COLONIA ihnen bieten.

Integrationsprojekt Arbeit

Die eigene Wohnung ist für ehemals obdachlose Menschen der erste Schritt zurück in die Gesellschaft. Ein weiterer Schritt auf dem Weg der Reintegration ist ein Arbeitsplatz bzw. ein Ausbildungsplatz. Im Erdgeschoss soll ein kleines, kulturelles Zentrum in einem ART-Café/Restaurant entstehen. Hier sollen insbesondere junge Menschen mit körperlichem, geistigem oder sozialem Handicap (ohne Schulabschluss, ohne Ausbildung) bis 27 Jahre eine Ausbildung und Beschäftigung finden.  Dieser Teil des Integrationsprojektes wird vom Kolping Bildungswerk begleitet.

Arbeit gibt Dir Dein Gesicht zurück

Was der deutsche Künstler Jörg Immendorff (1945 – 2007) mit seinem Kunstwerk „Gibt Dir Dein Gesicht wieder“ ausdrückt, ist uns ein zentrales Anliegen: Durch Arbeit erhalten ehemals obdachlose Menschen ihr Gesicht, ihre Würde zurück und finden ihren Platz in der Gesellschaft. Daher gehört es zum Konzept von CASA COLONIA, zusätzlich zu Wohnungen auch Arbeitsplätze zu schaffen und jungen, ehemaligen obdachlosen Menschen einen Ausbildungsplatz zu bieten.

 

 

Druckgrafik von Jörg Immendorff: „Gib Dir Dein Gesicht wieder“, Foto: Bernd Zöllner

Integration durch Kunst und Kultur

Wichtig ist uns die kulturelle Teilhabe von armen und wohnungslosen Menschen. Grundsätzlich wollen wir – wie bei unseren bisherigen über 40 Benefiz-Kunstausstellungen und Konzerten – arme und wohnungslose Menschen einladen und ein Gratis-Angebot ermöglichen. Egal ob Kunst, Konzert, Kino (Kulturfilme) Kabarett oder Lesungen: Arme und wohnungslose Menschen sind heute schon, wie in den letzten fünf Jahren, herzlich eingeladen, an solchen Veranstaltungen gratis teilzunehmen.

Was wir schon erreicht haben

Architekturstudenten der TH Köln präsentieren die Siegermodelle des Wettbewerbs für CASA COLONIA, 2016, Foto: Anatoliy Stepanko
Architekturstudenten der TH Köln präsentieren die Siegermodelle des Wettbewerbs für CASA COLONIA, 2016, Foto: Anatoliy Stepanko

Businessplan und Machbarkeitsstudie

Im Jahr 2017 haben wir gemeinsam mit einer Unternehmensberatung einen Businessplan erarbeitet. Das Konzept für CASA COLONIA ist fertiggestellt. Studenten der Angewandten Sozialwissenschaften der TH Köln haben das Konzept auf seine Machbarkeit hin untersucht. Dafür wurden wohnungslose Menschen befragt. Die zentrale Frage dieser Untersuchung war: Wie möchten wohnungslose Menschen überhaupt leben? Aus den Antworten wurde erarbeitet, welche Angebote sinnvoll sind und wie diese gestaltet sein sollten. Außerdem recherchierten und untersuchten die Studenten positive Beispiele für vergleichbare Projekte in Köln, Nordrhein-Westfalen, Deutschland und der EU.

Das Architekturkonzept

Gemeinsam mit der TH Köln haben wir im Jahr 2016 einen Architekturstudenten-Wettbewerb durchgeführt. Dabei entstanden wertvolle Ideen, die von unserem ehrenamtlichen Architektenteam in das Projekt aufgenommen werden.

Das Gestaltungskonzept

Wie sollen die Räume im Integrationshaus CASA COLONIA aussehen? Sie sollen nicht nur funktional, sondern auch lebenswert gestaltet sein. Mehrere Studentengruppen der KISD, Köln International School of Design, haben Vorschläge für die Gestaltung von CASA COLONIA entwickelt, die in das Design des Integrationshauses einfließen werden.

Dank an alle Unterstützerinnen und Unterstützer

Wir bedanken uns bei allen, die mit ihrem Fachwissen uns unterstützen und dazu beitragen, CASA COLONIA zu einem Integrationshaus für ehemals obdachlose Menschen in Köln zu machen!

Wir freuen uns auf alle, die gemeinsam mit uns CASA COLONIA von der Vision in die Realität umzusetzen möchten. Sprechen Sie uns an! Oder unterstützen Sie unser Projekt durch Ihre Spende!

Friedrich Pirkowski, Unterstützer von Kunst hilft geben der ersten Stunde, Foto: Ute Schmitz

Ich unterstütze Kunst hilft geben und das Projekt CASA COLONIA, weil man helfen und teilen sollte, wenn man das Glück und Gesundheit hat und wenn es einem selbst gut geht.“

 

 

Friedrich Pirkowski, Unterstützer der ersten Stunde von Kunst hilft geben.

Foto: Monika Schmitz