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Gerhard Richter – Editionen aus fünf Jahrzehnten

1. Oktober - 22. Dezember

Ausstellungsdauer:

01.10.2018 – 22.12.2018
Besichtigung der Ausstellung nur nach vorheriger Anmeldung:
E-Mail: info@kunst-hilft-geben.de
Telefon: 0162 233 67 01

Eintritt frei

 

Werk- und Preisliste ansehen:

Werk- und Preisliste Gerhard Richter Editionen

 

Gerhard Richter – Handsignierte, limitierte Drucke aus fünf Jahrzehnten

Eine Einführung von Prof. Dr. Irene Daum
anlässlich der Vernissage am Freitag, 28.09.2018

Gerhard Richter ist weit über die Kunstszene hinaus bekannt. In der Presse wird der Kölner Künstler häufig als Picasso des 21. Jahrhunderts oder als teuerster zeitgenössischer Maler der Welt bezeichnet, was das allgemeine Interesse an seinem Werk und seiner Person intensiviert. Der Dokumentarfilm Gerhard Richter Painting wurde vor einigen Jahren mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet und der aktuell in den Kinos laufende Film Werk ohne Autor, der sich an seiner Biographie orientiert, wurde gerade als Deutscher Beitrag für den Oscar Wettbewerb 2019 nominiert. Es ist „Kunst hilft Geben“ eine besondere Freude, dass Gerhard Richter zahlreiche Editionen für die Benefizauktion bei CMS Hasche Sigle zur Verfügung gestellt hat, insbesondere vor dem Hintergrund, dass viele der ausgestellten Arbeiten auf dem Markt nur selten erhältlich sind bzw. signiert nicht angeboten werden.

Wer ist Gerhard Richter und was macht seine Kunst so besonders? In Dresden geboren, studierte er nach seiner Übersiedelung in den Westen im Jahr 1961 an der Kunstakademie Düsseldorf und entwickelte sich seit den 1960iger Jahren zu einem der berühmtesten Maler der Welt.

An dieser Stelle können nur einige wenige relevante Punkte zum umfangreichen und vielfältigen Werk Gerhard Richters kurz angerissen werden. Wie auch in den hier ausgestellten Editionen deutlich wird, verbindet der Künstler Gegensätze. In vielen Schaffensperioden arbeitete er gleichzeitig abstrakt und gegenständlich, die berühmten Kerzen beispielsweise entstanden parallel zu den großen abstrakten Bildern der 1980iger Jahre.  Seine gegenständlichen Arbeiten umfassen häufig klassische Bildmotive, die auch schon große Vorgänger wie Holbein oder Caravaggio bewegt und inspiriert haben. Beispiele sind seine Stillleben, Kerzen oder Schädel als Reflektion über Vergänglichkeit und die eigene Sterblichkeit.

Gerhard Richter wurde mit seinen in Schwarz-Weiß-Nuancen gehaltenen Fotobildern in den 1960iger Jahren berühmt. Die Bilder verbinden eine fotorealistische Darstellung mit einer abstrakten Qualität, die Konturen der Gegenstände verschwimmen und lösen sich auf. Beispiele für diesen Ansatz sind die Editionen Onkel Rudi oder Lovers in the Forest. Sie stehen für eine Reflektion über die Frage, was Wirklichkeit und was Illusion oder Täuschung ist.  Die Momentaufnahme einer Fotografie steht dem langsamen Prozess des Malens gegenüber.  Die Bilder machen den subjektiven Charakter der visuellen Wahrnehmung deutlich und halten den Betrachter dazu an, unter die Oberfläche zu gehen und die Wirkung schnelllebiger Bilder zu hinterfragen.  Sie lassen an die Überlegungen von Giorgio Morandi, dem italienischen Meister des Stilllebens denken, der von der cosidetta realta sprach, von der mehrdeutigen Erscheinung der Dinge. Morandi zufolge sollte der Künstler versuchen, die Dinge zu repräsentieren, wie sie sind, nicht wie sie erscheinen. Dabei spielt die Farbe Grau eine bedeutsame Rolle, der sich Gerhard Richter in seiner bekannten Werkserie Graue Bilder gewidmet hat. Grau steht in diesem Zusammenhang für Ruhe, für innere Vorgänge, die den Künstler bewegen, für eine ernste Schönheit.

Für Gerhard Richters Werk besonders bedeutsame Arbeiten sind die großen abstrakten Bilder, mit denen er sich seit den 1970iger Jahren beschäftigt und für die in der Ausstellung viele Beispiele zu finden sind. Die Motive und die Komposition entwickeln sich aufbauend auf einer vagen Bildidee erst im Verlauf des Schaffensprozesses. Die Bilder unterliegen ständiger Veränderung – horizontale und vertikale Balken werden mit Spachtel oder Rakel verwischt und immer wieder neu bearbeitet. So entstehen farbintensive Landschaften von großer Strahlkraft, die eine einzigartige Stimmung und einen einzigartigen Blick aus dem Fenster wiedergeben. Die abstrakte Darstellung lässt viel Raum für die individuellen Eindrücke und Assoziationen des Betrachters und bezieht ihn damit eng in das Werk mit ein.  Die ausgestellten Arbeiten sind eine Einladung, sich intensiv auf die Bildwelt des Künstlers einzulassen – lassen Sie sich von Gerhard Richter inspirieren.

Details

Beginn:
1. Oktober
Ende:
22. Dezember
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltung-Tags:
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Veranstaltungsort

CMS Hasche Sigle
Kranhaus 1, Zollhafen 18
Köln, NRW 50678 Deutschland
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Telefon:
162 233 67 01
Website:
https://cms.law/de/DEU/Office/Koeln

Veranstalter

GAG Immobilien AG
Telefon:
0162 233 67 01
E-Mail:
info@kunst-hilft-geben.de